Aufgrund der harten Sparpolitik der griechischen Regierung kann es diesen Monat wieder zu Streiks in Griechenland kommen, die sich auch auf den Reiseverkehr auswirken. Bereits gestern hatten die Taxifahrer die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ADEDY hat für den 16. März die Mitarbeiter des öffentlichen Diensts zu einem 1-tägigen Streik aufgerufen. Daher ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Fluglotsen diesem Streik erneut anschließen, was eine Einstellung des gesamten Flugverkehrs zur Folge haben würde. Auch beim Generalstreik am 24. Februar mussten sämtliche Flüge von und nach Griechenland gestrichen werden.
Wie zahlreiche Medien berichten, müssen sich Reisende in Griechenland in den nächsten Tagen auf mögliche Streiks einrichten. Für Mittwoch dieser Woche ist ein Warnstreik im gesamten öffentlichen Dienst angekündigt. Und für den 24. Februar hat der Gewerkschaftsverband GSEE zu einem Generalstreik aufgerufen. Reisende müssen an diesen Tagen mit Beeinträchtigungen rechnen. Betroffen ist vor allem der öffentliche Nah- und Fernverkehr. Die Proteste richten sich gegen das rigide Sparprogramm der Regierung. Der griechische Staat muss ein Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts abbauen. Die Regierung hat deshalb unter anderem eine Nullrunde bei den Beamtengehältern und höhere Kraftstoffpreise angekündigt. Am vergangenen Donnerstag haben bereits die Zoll- und Finanzbeamten gestreikt.
Griechenland ist gespickt mit attraktiven Reisezielen. Doch wo dort soll die Reise hingehen? Diese Frage stellte ich mir im März diesen Jahres. Das sonnenverwöhnte Griechenland mit der Jahrtausende alten Kultur sollte es sein. Ich wollte Urlaub am Meer machen und entschied mich für eine Insel. Denn: Wo gibt es mehr Küste als auf einer Insel? Da ich mich an einen schönen Kreta-Urlaub in meiner Kindheit erinnern konnte, fiel mir die Wahl leicht.
Von Köln aus flog ich dann im Mai mit einem Billigflieger nach Heraklion, der Hauptstadt von Kreta. Nachdem ich auf der Mittelmeerinsel gelandet war, fuhr ich mit einem Bus gen Osten. Den Westen und vor allem die Städte Chania und Rethymnon kannte ich schon von meinem ersten Urlaub. Der komfortable Linienbus brachte mich deshalb nicht dorthin, sondern nach Sitia.
Sitia ist ein Städtchen an der Nordostküste von Kreta. Ich wohnte dort in einem Feriendorf in der Nähe der Kleinstadt. Die Sonnenuntergänge, die man von dem Dorf aus Abend für Abend sehen konnte, waren atemberaubend. Am besten konnte man die untergehende Sonne vom Strand des Dorfes aus betrachten. In der Ferienanlage auf Kreta gab es auch ein Bistro, zwei Pools und einen Fußballplatz. Für das leibliche Wohl und sportliche Herausforderungen wurde also gesorgt.
Trotzdem verlies ich ab und an mein Feriendomizil. Nicht weit entfernt von Sitia befindet sich nämlich der Palmenstrand Vai. Der natürliche Palmenhain, der hinter dem Traumstrand beginnt, ist der größte in ganz Europa. Ein Geheimtipp ist der Strand von Itanos, der ein paar Kilometer hinter Vai liegt. Dort hab ich am liebsten geschnorchelt. Itanos ist insbesondere am Wochenende weniger überlaufen und daher ist der Aufenthalt dort wesentlich erholsamer. Ein kleiner Tipp: ausreichend Getränke mit nehmen zum Strand, den in der Nähe von Itanos gibt es keinerlei Möglichkeiten sich Erfrischungen zu kaufen…
Jeder der schon mal im Griechenland-Urlaub gewesen ist, weiß auch die gute griechische Küche und all deren Köstlichkeiten zu schätzen. Die griechische Küche ist geprägt vom reichlichen Verzehr von Gemüse, Meeresfrüchten und Oliven. Bei der Zubereitung von Speisen finden hauptsächlich Rigani, Oregano, Minze, Thymian, Salbei, Zimt und Paprika Verwendung.
Die typische Küche in Griechenland bevorzugt Hauptgerichte, die im Ofen zubereitet werden. Entweder werden sie dort warm gehalten oder nur lauwarm verzehrt. Zu allen Gerichten wird (Weiß)Brot gegessen. Man kocht mit viel Olivenöl, welches auch zu dem Brot serviert wird. Insbesondere frisch gepresstes Olivenöl ist eine Delikatesse. Und das griechische Olivenöl ist weit über die Landesgrenzen hinweg berühmt.
Mit der Anhebung des Lebensstandards hat der Fleischkonsum zugenommen. Neben Schaf- und Ziegenfleisch wird traditionell auch viel Schweine- und Rindfleisch verzehrt. Letztere Fleischsorten werden zu einem großen Teil importiert. Obwohl die Zahl der Schafe und Ziegen in Griechenland hoch ist, muss Schaffleisch zum Beispiel aus Neuseeland importiert werden.
An den Küsten spielt Fisch nach wie vor eine bedeutende Rolle auf dem Speiseplan. Das Angebot ist durch die stark gestiegene Anzahl von Fischfarmen größer geworden. Deren Erzeugnisse werden jedoch zum großen Teil exportiert.
Es ist kennzeichnend für das Essen in einer griechischen Taverne, dass die Person alle Gerichte bestellt, die zum Essen einlädt. Dabei wird zumeist eine überreiche Menge geordert. Zu Anfang werden meistens eine Reihe von Vorspeisentellern serviert. Von denen stellt sich jeder nach Gusto den eigenen Teller zusammen. Wird Gebratenes als Hauptspeise serviert, so stellt der Kellner einen Teller mit Fleisch in die Mitte. Von diesem Teller nimmt sich jeder etwas. Sollte einer von den Gästen das Hauptgericht nicht mögen, wird für ihn ein separater kleinerer Teller mit bestellt.
Einfachere Restaurants haben eine Vitrine mit den Tagesgerichten. Der Gastgeber lässt sich die Gerichte vom Kellner zeigen oder geht selbst an die Theke. Größere Lokale bieten à la Carte und diesen Service an, damit sich die Gäste von der Güte der Speisen überzeugen können.
In Griechenland ist es unüblich, dass sich jeder ein Hauptgericht mit Beilagen auf einem eigenen Teller bestellt. Für gewöhnlich wird zu späterer Stunde gemeinsam gegessen. Vor allem während der Sommerzeit ist dies wegen der hohen Temperaturen sinnvoll. Den Griechen ist die Geselligkeit beim Essen so wichtig wie die Speisen selbst.
Der Mittelmeer-Anrainerstaat Griechenland liegt in Südosteuropa. Die Nachbarländer sind Albanien, Mazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland ist seit 1981 Mitglied der Europäischen Union.
Das Klima in Griechenland
Griechenland hat ein vorwiegend mediterranes Klima. Es ist gekennzeichnet von feucht-milden Wintern und trocken-heißen Sommern. An der griechischen Küste sind die Winter sehr mild und es regnet oft. Schnee fällt hier aber selten. Die Sommer sind heiß und es gibt nur wenige Gewitter. Im Landesinneren von Griechenland ist es im Winter deutlich kühler. Es gibt oftmals Nachtfrost und vereinzelt starke Schneefälle. Im Sommer ist es im Binnenland so heiß und trocken wie an der Küste. Da es in Griechenland viele Gebirge gibt, ist Wintersport durchaus möglich. Es existieren ganze 15 Wintersportgebiete. Die Niederschläge pro Jahr schwanken zwischen 400 und 1000 Millimetern.
Die griechische Bevölkerung
Die Mehrheitsbevölkerung von Griechenland ist orthodoxen Glaubens und spricht neugriechisch. Es existieren aber auch eine Reihe von religiösen und sprachlichen Minderheiten sowie Zuwanderergruppen. Da diese Gruppen statistisch nicht erfasst werden, beruhen alle Angaben zur Zahl der Mitglieder auf Schätzungen. Die Schätzwerte können je nach politischem Standpunkt variieren.
Die politische Gliederung von Griechenland
Die Verwaltung
Die 51 Präfekturen des Landes werden in 13 Verwaltungsbezirken zusammengefasst und verwaltet. Untergeordnete Einheiten sind in Attika die Präfekturbezirke, sowie auf kommunaler Ebene die Städte und Gemeinden. Die Mönchsrepublik Athos auf der Halbinsel Chalkidiki wird weitgehend autonom verwaltet.
Historisch gliedert sich Griechenland in 10 Regionen (γεωγραφικό διαμέρισμα, geografiko diamerisma), die aber keine Bedeutung als Verwaltungseinheiten haben und teilweise mit den Verwaltungsbezirken identisch sind.
Wirtschaft
Die Wirtschaft Griechenlands ist eine marktorientierte Wirtschaft mit einer beschränkten staatlichen Intervention. Der Wandel Griechenlands von einem eher landwirtschaftlich orientierten Land zu einer modernen, dienstleistungsorientierten Wirtschaftsnation begann in den 1970er-Jahren mit einer Reihe grundlegender Reformen und der darauffolgenden Aufnahme Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft im Jahr 1981. In den Folgejahren profitierte die griechische Wirtschaft zunehmend von der wirtschaftlichen Anbindung des Landes an das Wirtschaftsgeschehen der europäischen Industrienationen und den für die damals neu aufgenommenen Mittelmeerstaaten eingerichteten Kohäsionsfonds der Europäischen Gemeinschaft.
Seit Mitte der 1990er-Jahre befindet sich die griechische Wirtschaft in einem regen Aufschwung. Er beruht vor allem auf durchgeführten Strukturreformen, der eingeleiteten Privatisierung sowie einer veränderten makroökonomischen Politik des griechischen Staates, die das Ziel hatte, die Kriterien des Maastrichter Vertrags für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zu erfüllen. Seit dem Jahr 2000 führten der Beitritt Griechenlands zur Eurozone, extensive Infrastrukturmaßnahmen sowie verschiedene Großereignisse wie zum Beispiel die Olympischen Spiele im Jahr 2004 zu einer permanenten Stimulierung der griechischen Wirtschaft. Griechenland ist heute der größte Investor im südöstlichen Europa. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf des Landes belief sich im Jahre 2005 auf 16.130 Euro bzw. 22.800 US-$.